Die Ultraschalluntersuchung

Die breite Anwendung der Ultraschalluntersuchung (Sonografie) hat in den letzten 25 Jahren erheblich zum Fortschritt in der Medizin beigetragen. Das Prinzip der Untersuchung basiert auf der Reflexion von Ultraschallwellen. Durch eine computerunterstützte Auswertung können aus den ermittelten Daten auf einem Bildschirm zwei- und z. T. auch dreidimensionale Bilder zahlreicher Organe und Körperregionen erzeugt werden.

Von großer Bedeutung für die Gastroenterologie ist hierbei die Beurteilung der Organe des Bauchraumes (Abdomen). Besonders gut darstellbar sind Leber, Gallenblase, Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Lymphknoten und Bauchgefäße. Nur in sehr begrenztem Umfang sind hingegen Aussagen zu den luftgefüllten Hohlorganen Magen und Darm möglich. Die Abbildung der Organe ermöglicht das Erkennen krankhafter Veränderungen. So können zum Beispiel Gallenblasensteine, Zysten, gut- und bösartige Tumore dargestellt oder Veränderungen der Leber bei Leberzirrhose beurteilt werden.

Die Untersuchung wird am liegenden Patienten durchgeführt. Der Kontakt zwischen Ultraschallkopf und Haut wird zur besseren Schallleitung durch ein wasserlösliches Gel optimiert. Die für die Untersuchung der Abdominalorgane ausgesandten Ultraschallwellen (in der Regel 3,5 bis 5 MHZ) sind nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich. Die Untersuchung dauert zwischen 5 und 15 Minuten. Die Qualität hängt neben der Geräteausstattung v.a. von der Erfahrung des Untersuchers ab. In vielen Fällen kann die Ultraschalluntersuchung die Computertomografie (Röntgenstrahlung) oder die Kernspintomografie ersetzen.

Eine Sonografie wird durchgeführt bei:

- Untersuchungen des Bauchraumes (Oberbauch-, Unterbauchsonografie)

- Untersuchung der Schilddrüse, der Speicheldrüsen und der Lymphknoten in der Halsregion

- Untersuchungen von Gelenken (Darstellung von Gelenkergüssen)

- Untersuchungen des Bewegungs- und Stützapparates: Muskeln, Sehnen und Bänder

- Schwangerschaftsbegleitende Untersuchungen

- Durchblutungsstörungen.

Die Ultraschalldiagnostik ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren ohne Eingriff in den Körper. Es ist weder mit Schmerzen verbunden noch tritt eine Strahlenbelastung auf.

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