Kurze Wege, geringe Wartezeiten, ein enges Mitein
ander von Haus- und Fachärzten sowie
die Vermeidung von unnötigen Untersuchungen, das versprechen die Initiatoren des „Ärztenetzwerkes Südbrandenburg" mit dem Programm „Pro Med plus". Damit soll die ärztliche Versorgung besonders für ältere Menschen der ländlichen Region weitestgehend gesichert werden.
„Angesichts der demografischen Entwicklung einerseits und geringer Arztzahlen andererseits kommt neuen, innovativen medizinischen Versorgungskonzepten große Bedeutung zu", so Dr. Andreas Hagenow, Geschäftsführer des Ärztenetzes Südbrandenburg GbR. 55 Ärzte haben sich in diesem Ärztenetz zusammen- geschlossen. Dazu gehören der Elbe-Elster-Kreis sowie die Regionen Ruhland und Lauchhammer. Unterstützt wird die Initiative durch die AOK Brandenburg und die Barmer. „Pro Med plus" bringt zwar keine neuen Ärzte in die Region, soll aber die medizinische Versorgung in den bestehenden Strukturen effizienter zum Vorteil chronisch Kranker sichern, das ist das Ziel. Der Patient schließt bei seinem Hausarzt einen Vertrag ab. Der Arzt muss selbstverständlich Mitglied im
Ärztenetz sein. Die Ärzte machen dies mit einem grünen Schild in ihrer Praxis kenntlich. Per Datennetz ist jeder Arzt über den Behandlungsverlauf informiert. Die Behandlung der chronisch Kranken wird über den behandelnden Hausarzt koordiniert, Arzttermine werden aufeinander abgestimmt, Krankenhaus- Einweisungen oder Konsultationen von Pflegediensten abgesprochen und organisiert sowie die Einnahme von Medikamenten überwacht. Für den Patienten ergeben sich so nicht nur Einsparungen von Praxisgebühren, sondern besonders kurze Überweisungszeiten.